Projekt: High-End Heimkino

Projektort: Frankfurt am Main


Unsere Leistung:

Planung, Konstruktion und Installation sämtlicher raumakustischer Elemente nach individueller Berechnung gemäß der räumlichen Gegebenheiten. Konstruktion und Installation der Leinwand und Gestaltung des kompletten Innenraums. Umbau einer bereits bestehenden Einbau-Schrankwand in einen Multifunktionsabsorber.

Planung und Installation von 4K-Projektortechnik, Planung und Installation der 5.1.4 Lautsprechersysteme für Auro-3D oder Dolby Atmos Sound. Die Subwoofer sind als 1-Kanal SBA mit 4 Subwoofern ausgeführt.

Vollständige Einbindung der Kino-Steuerung (inkl. aller Mediengeräte) in das vorhandene KNX- und Control4-Gebäudesteuerungssystem. Dieses wurde vor wenigen Jahren ebenfalls von uns geplant und installiert.

Akustische Maßnahmen in diesem Projekt

Ein gutes Bild gilt im Kino seit jeher als selbstverständliches MUSS. In Sachen Audio-Performance sind die Ansprüche glücklicherweise auch immer weiter gestiegen.

Entsprechend hat die Industrie reagiert und so erfreuen sich heutzutage schon viele private Kinobesitzer an gut klingenden Audiosystemen. Auf die Audioformate wie Dolby Atmos und Auro kommen wir hier nicht zu sprechen, das ist ein anderes Thema.

Guter Klang kommt aber nicht von ungefähr und sollte nicht dem Zufall überlassen werden, das riskiert man bei der Wahl des teuren Beamers ja auch nicht, oder doch?

Gehen wir von 100% Audio-Ergebnis aus, so setzt sich dieses, unserer Meinung und Erfahrung nach, wie folgt zusammen:

50% (maximal) macht die Technik und die Sorgfalt beim Planen und Realisieren aus, 50% (mindestens) ist der Raum uns dessen Akustik. Auch hier hat die Industrie sehr viel getan und so ist seit einigen Jahren schon in den AV-Receiver Einstiegsmodellen das ein oder andere automatisch arbeitende Einmesssystem zu finden. Vor 20 Jahren noch undenkbar, dem Fortschritt sei Dank jetzt bezahlbar, wie so oft. Jetzt kommt das gefürchtete ABER, denn die automatischen Einmesssysteme optimieren auf elektronischem Wege, entziehen dem Raum aber keine ungewollte Schallenergie im eigentlichen Sinne. Dies ist aber nötig, um gewünschte Ergebnisse zu erzielen, hier hilft es oft wenn man sich einfach mal an den professionellen Kinos, Tonstudios oder Konzertsälen orientiert. Eine Kombination aus akustischen Optimierungsmaßnahmen PLUS dann noch die elektronischen „Helferlein“ stellt auch für das private Audiovergnügen das Mittel der Wahl dar. Beginnen sollte man mit den klassischen Methoden der Raumakustikoptimierung und erst wenn hierdurch schon gute Messsergebnisse erzielt werden, kommt das Einmesssystem des eigenen AV-Receivers ins Spiel. Dieser bringt dann oft das „Tüpfelchen auf dem i“ ohne die Signale übermäßig „verbiegen“ zu müssen. Wir als professioneller Anbieter arbeiten mit entsprechenden Berechnungsprogrammen um eine Vorplanung durchzuführen. Dies alleine genügt uns aber nicht und aus diesem Grund werden die realisierten akustischen Maßnahmen immer wieder mit entsprechenden professionellen Messsystemen überprüft. In diesem Fall mit dem NTI Audio XL2. Auf dem Bild sieht man die RT60 Messung des Heimkinos im vorher zu nachher Vergleich. RT60 bedeutet vereinfacht beschrieben, wie lange es dauert bis der Schallpegel in einem Raum um 60dB abgefallen ist, Frequenzabhängig darstellbar. Man erkennt gut, wie deutlich die Nachhallzeiten (RT60) reduziert wurden. Der dort eingesetzte AV-Receiver (Kundengerät) musste mitdessen Einmessautomatik nur noch wenig „korrigieren“. Das Ergebnis lässt sich eigentlich mit Worten nur sehr schlecht beschreiben, man müsste es sich dort anhören. Präzise und sehr dynamisch beschreibt es wohl am besten aber das ist ja auch wieder „Geschmackssache“. Dem Kunden bringt unser System viel Freude, auch beim Musik hören, was dem Kunden sehr wichtig war – und das macht uns happy. Verbaut wurden: Dämmmaterial aus dem Hause ISOBOND, eigens angefertigte Plattenschwinger, eigens angefertigte Diffusoren, eigens angefertigte Helmholtzresonatoren, der im Raum vorhandene Wandschrank (Rückwand) wurde ebenfalls aufwändig umgebaut. In die Schranktüren wurden Öffnungen mit Kreisschneidern geschnitten um das Schrankinnere ebenfalls als Helmholtzresonator zweckentfremden zu können. Auf die Türen (über die Löcher) wurden dann spezielle Schaumstoffplatten montiert, um die schallharten Oberflächen noch zu bedämpfen. Trotz der unregelmäßigen Befüllung (Volumina der einzelnen Schrankfelder) des Schrankes, ist der Effekt der Maßnahmen deutlich spürbar (siehe Bild „Schrank vorher-nachher“). Das Thema Akustik ist extrem umfangreich und spannend, alles kann hier jetzt nicht bis ins Detail beschrieben werden, das würde den Rahmen sprengen. Daher haben wir das ganze nur „Grob“ erklärt, für mehr Details bitten wir um persönliche Kontaktaufnahme mit einem unserer Ingenieure. Wir hoffen dennoch einige verwertbare Informationen gegeben zu haben.

RT60 vorher/nachher

RT60 vorher/nachher

Wandschrank vorher/nachher

Messung Schrank vorher/nachher